5. Rostocker Kinderorthopädischer Abend
voraussichtlich im
Herbst 2008
THEMEN
& REFERENTEN:
"Behandlung und Versorgung spastischer Deformitäten der unteren Extremitäten"
Prof Dr.med.Reinald
Brunner Leitender Arzt / Stv. Chefarzt Universitäts-Kinderspital beider
Basel Postfach, CH-4005 BASEL (Milchsuppe)
Zertifizierung durch die DDA und die Ärztekammer M-V wird
beantragt.
Kinderorthopädischer Abend
Eine
Umfrage im Jahre 2001 an alle niedergelassenen Orthopäden in
Mecklenburg-Vorpommern brachte folgendes Ergebnis: Im Jahre 2000 wurden ca. 600
Kinder zur operativen Versorgung in andere Bundesländer geschickt.
2004
übernahm Prof. Dr. W. Mittelmeier die Leitung der Orthopädischen
Universitätsklinik zu Rostock und erkannte die Wichtigkeit der Kinderorthopädie,
er beschloss Fortbildungsveranstaltungen zu organisieren, die sich der
speziellen Thematik der Kinderorthopädie annimmt.
Daraus entstand
der Kinderorthopädische Abend, welcher zum ersten mal am 09. Juni 2004
stattfand. Als Referent konnte damals PD Dr. Ilchmann aus dem Olgahospital
Stuttgart zum Thema: „Hüftnekrosen und traumatische Veränderungen der unteren
Extremitäten“ gewonnen werden.
Herr Rothe referierte über die „Geschichte der
orthopädietechnischen Versorgung von aseptischen Hüftnekrosen und dem
derzeitigen Stand“.
Aufgrund der damals großen Nachfrage (70
Teilnehmer, darunter Orthopäden, Chirurgen, Pediater, Physiotherapeuten) haben
wir - Orthopädischen Universitätsklinik zu Rostock in Zusammenarbeit mit
der Paul Rothe AG - es uns zur Aufgabe gemacht, diesen
Kinderorthopädischen Abend fortzuführen.
Das Thema zum
2. Kinderorthopädischen Abend, der am 20.10.2004 stattfand, lautete: „Skoliosen
– Therapieformen und Anwendungsfelder der operativen und konservativen
Methode“.
Als
Referent sprach Prof. Dr. med. H. Halm, Chefarzt der Klinik für
Wirbelsäulenchirurgie vom Klinikum Neustadt in Holstein.
Mario
Böttcher, Orthopädietechnikermeister der Paul Rothe AG, stellte die
orthopädietechnische Versorgung beim Krankheitsbild Skoliose
vor.
Weiterhin konnten wir Physiotherapeutin Frau
Dorothee Nehrenberg gewinnen, welche sich zur „physiotherapeutischen Versorgung
nach der Lehnert-Schroth-Methode“ äußerte.
Am 13. April
2005 fand dann bereits der 3. Rostocker Kinderorthopädische Abend, unter dem
Thema "Infantile Cerebralparese" statt.
Die
infantile Cerebralparese ist die häufigste Ursache, die im Kindesalter zu einer
Behinderung führt. Die motorische Entwicklung und die Plastizität des zentralen
Nervensystems lassen Entwicklungsmöglichkeiten offen, anhand derer Therapieziele
festgelegt und psychosoziale Belastungen aufgefangen werden können.
Therapeutisch
stellen Cerebralparesen Herausforderungen dar, die eine interdisziplinäre
Zusammenarbeit von Orthopäden, Neuropädiatern, Physiotherapeuten und
Orthopädietechnikern erfordern.
Als Referentin
konnten wir Frau Dr. Renée Lampe,
Oberärztin der Kinderorthopädie
der Klinik und Poliklinik für Orthopädie u. Sportorthopädie am Klinikum Rechts
der Isar der TU München und ärztliche Leiterin des Spastiker-Zentrums München –
zum Thema „Orthopädische Hilfsmittel bei ICP" und "Wirkungsnachweis
mittels Ganganalyse" gewinnen.
Mario Böttcher, Orthopädietechnikermeister der Paul Rothe
AG, stellte die „Versorgungsmöglichkeiten aus Sicht der
Orthopädietechnik" dar.
Weiterhin konnten wir Physiotherapeutin Frau
Elke Wegener gewinnen, welche sich zur „Physiotherapie bei ICP“
äußerte.
Der bereits 4.
Kinderorthopädische Abend fand nun am 26. September 2007 in gewohnter Umgebung
statt. Das Thema an diesem Abend: „Ponseti-Behandlung des Klumpfußes in Theorie
& Praxis“.
Als Referenten zu diesem Thema
konnten wir Frau Dr. Beate Stocker, Oberärztin der Kinderorthopädischen
Abteilung aus dem Altonaer KinderKrankenhaus in Hamburg gewinnen. Weiterhin
referierte Herr Mario Böttcher (Orthopädietechnikmeister der Paul Rothe AG) zum
Thema „Versorgungsmöglichkeiten aus Sicht der Orthopädietechnik“.
Ponseti - dieser Begriff steht
für eine Klumpfußtherapie, die sich immer weiter verbreitet und doch noch von
vielen angezweifelt wird. Dahinter steckt aber noch soviel mehr, nämlich ein
erstaunlicher Mensch, der von seiner Idee immer überzeugt war und sie zum Wohle
vieler Menschen verfeinert, verteidigt und anderen beigebracht hat.
Dr. Ignacio Ponseti hat vor über
40 Jahren begonnen, eine Behandlungsmethode für Klumpfüße zu entwickeln.
Enttäuscht von den schlechten Langzeitergebnissen vieler Klumpfußoperationen
fing er an, einen konservativen Weg zu suchen. Für den größten
Teil der Klumpfüße ist ihm das
gelungen, einzig der kleine Eingriff zur Achillessehnenverlängerung ist als
"Operation" übrig geblieben.
Dr. Ponseti hat über seine
langjährige Behandlungszeit seine Methode immer weiter verfeinert, so dass
mittlerweile ein festes Konzept entstanden ist. Er praktiziert nach wie vor und
dürfte einer der wenigen Ärzte sein, die die Ergebnisse ihrer Arbeit nach 40
Jahren begutachten können.
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